XcapeetXs Rückblick

Für alle Chatter, die die Lindenstraße nicht sehen konnten


Folge 716: "Auswandern"  (22.08.1999)

1. Szene: Große Überraschung: indem Erich vehement an die Schlafzimmertüre pocht und
Helga bittet, aus ihrer "Höhle" herauszukommen, beginnt auch diese Folge wieder mit
einer morgendlichen Beimerschiller-Szene. Erich hält einen Teller in Händen und
teilt seinem Pummelchen aufmunternd mit, daß er extra ihre geliebten Spiegeleier
gebraten habe und sie sich doch nicht einfach einschließen könne, da dies
sagen-wir-mal mehr als kindisch sei: immerhin müßten sie heute noch mit der
Versicherung telephonieren und Leas Sachen zu Maja bringen. Helga schluchzt nur
durch die nachwievor verschlossene Tür, daß sie das nicht könne, was Erich dazu
veranlaßt, noch vehementer an die Türe zu klopfen. Der Effekt ist jedoch alles
andere als der gewünschte, denn es geht daraufhin zwar tatsächlich eine Türe auf -
allerdings die des Nebenzimmers, aus dem Onkel Franz tritt, sich den offensichtlich
brummenden Schädel hält und sich dabei über den "Radau in aller Herrgottsfrühe"
mokiert. Erich zeigt dafür jedoch wenig Verständnis - er meint nur, daß er auch
nichts dafür könne, wenn sich Franz mit Saufeskapaden um die eigene Nachtruhe
brächte - es sei jedenfalls früh genug, aufzustehen und den Tag zu beginnen.
[Anscheinend wurde die durchzechte Nacht damit beschlossen, gleich in den Klamotten
ins Bett zu fallen, da Onkel Franz trotz der Beschwerde über die "Herrgottsfrühe"
und obwohl er sich noch den Schlaf aus den Augen reibt, bereits vollständig, wenn
auch etwas schlampig, angekleidet ist.] Darauf Onkel Franz: "Tja, gestern war es
spät - also ist es heute früh. Egal, wieviel Uhr es jetzt ist." Er meint, er hätte
noch etwas für Erich und fischt eine Zeitung aus seiner Bude, die er Erich
entgegenstreckt. Hilmar habe sie ihm mitgebracht - sie sei zwar von letzter Woche,
doch diesen Schnappschuß könne er ihm unmöglich vorenthalten. Bei "diesem
Schnappschuß" handelt es sich um ein Bild vom zerzausten Schiller vor der
Brandkulisse, übertitelt mit "Der HELD der Lindenstraße - Kind aus flammendem
Inferno gerettet." [Nachdem es im München der Lindenstraße scheinbar nur eine
Zeitung, nämlich die "MZ", gibt, frage ich mich allerdings, wieso diese Erich im
Laufe der vergangenen Woche sonst noch nicht untergekommen sein soll...] Erich
greift sich das Blatt, betrachtet das Bild kurz und erklärt dann, diesen Tag am
liebsten aus seinem Gedächtnis streichen zu wollen - dennoch bedankt er sich bei
Onkel Franz. Der: "Ja, ich denke eben an dich. Genau so wie du an mich denkst.
Danke!... für das gute Katerfrühstück." Er schnappt sich den Spiegeleierteller vom
verdutzten Erich (übrigens mit Heftpflaster auf der hohen Stirn) und verschwindet in
sein Zimmer noch ehe der seinen Einspruch in Worte fassen kann.   

2. Szene: [Und was folgt auf eine Beimerschiller-Morgenszene? Richtig, eine
Zenker-Morgenszene:] Heiko weckt die auf dem Sofa schlafende Iffi mit dem Schein
einer Taschenlampe und gratuliert ihr zum 21. Geburtstag. Nachdem er ihr einen Kuß
auf den Mund gedrückt hat, leuchtet er auf eine Torte, die nicht nur mit Kerzen und
"Happy Birthday"-Schriftzug, sondern auch mit Marzipanfiguren von einem Kinderwagen,
einem Kind, einem jungen Mann und einer rundlichen Rothaarigen verziert ist. Iffi
ist ganz hin und weg ob der Mühe, die sich Heiko gegeben haben muß. Er: "Keine Mühe
zu groß für dich, mein Schatz. Und Zeit hab' ich ja, im Augenblick."

3. Szene: Helga hat sich nun doch aus dem Schutz ihrer Höhle begeben und sitzt
schniefend am Küchentisch. Erich hat eine weitere Portion "Seelentröster"
zubereitet, die er seinem Pummelchen serviert, was Onkel Franz zu der gutgelaunten
Bemerkung veranlaßt, daß sich "unser Goethe" selbst mit verbundenen Händen
[tatsächlich sind die rechte Hand sowie Ring- und kleiner Finger der linken
bandagiert] aufs Spiegeleiermachen verstünde. Seine dreiste Bitte um eine weitere
Portion weist Erich jedoch mit dem Hinweis zurück, daß er sich die sehr gut selbst
machen könne. Onkel Franz: "Aha. Du verwöhnst wohl nur die Dame des Hauses. Naja,
hast ja auch allen Grund, wieder Gutwetter zu machen." Nach Erichs Empfinden wäre
dies eher Franz überlassen, doch der glaubt, nicht recht gehört zu haben: "Wie
bitte? Hab' ich etwa Lea vergessen wie einen alten Regenschirm? In der
Flammenhölle?!" Schiller ist nicht um eine Antwort verlegen: "Und hab' ich Lea etwa
aus dem Fenster fallen lassen?" Doch gegenseitige Schuldzuweisungen sind wohl so
ziemlich das letzte, was Helga in diesem Moment hören will. Unter Tränen fordert sie
die beiden auf, Ruhe zu geben - sie würden sich doch beide nichts in ihrer
Verantwortungslosigkeit und Schusseligkeit nehmen. Dies gipfelt in einer ebenso
bitteren wie unerwarteten Erkenntnis: "Vielleicht hat Maja doch recht... vielleicht
ist Lea wirklich besser bei ihr aufgehoben. Aber [*schnief*]... aber daß ich jetzt
ins Gefängnis muß [*schnief*] um meine süße kleine Lea zu sehen [*schnief*]
[*tränenabtupf*] Naja... wenigstens ist sie unversehrt [*spiegeleierzerpflück*]" In
diesem Moment erklingt das Telephon woraufhin sich Erich erhebt, da es sich um die
Versicherung handeln könne. Er meldet sich - und teilt dem Anrufer dann mit
gedämpfter Stimme und auf Englisch [Achtung! Hier beginnt das Zeitalter des
Voiceover - oder "OverVoice", wie es in offizieller Lindenstraßendiktion heißt. Im
Klartext bedeutet dies, das ein deutscher Sprecher - nicht etwa der Schauspieler
selbst - die Übersetzung des Originaltextes vorliest, und zwar mit
ausdruckslos-monoton-einschläfernder Stimme. Das Original ist stark in den
Hintergrund gemischt, so daß primär an Erichs Grimassen abzulesen ist, daß der Text
eigentlich alles andere als emotionslos ist.] mit, daß er ihn doch ohnehin ersucht
habe, niemals in der Wohnung anzurufen. Die Versicherung hätte sich zwar noch nicht
gemeldet, sie würden aber sicher investieren, sobald er seine Frau überzeugt habe.
Schließlich versichert Schiller dem Anrufer, daß das Claron Bridge in neuem Glanz
erstrahlen werde und legt auf.
   
4. Szene: Geburtstagsfrühstück bei Zenkers. Auch Gabi ist ganz begeistert von Heikos
Torte und findet sie "fast zu schön, um sie anzuschneiden." Nico hat unterdessen
bereits das erste Geschenk ausgepackt und überreicht seiner Mutter einen Kopfhörer.
Iffi freut sich darüber und fragt amüsiert, ob es sich dabei um einen Hinweis darauf
handeln solle, daß sie ihre Musik leiserdrehen möge. Gabi meint, daß es schon nötig
wäre, wieder mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen, wenn Valerie nun aus der
Psychiatrie zurückkommt und Andy verbittet sich vorbeugend jegliches Gemotze, zumal
"das Ding einen Super-Frequenzgang" habe - hätte zumindest Heiko gesagt. Iffi,
ruhig: "Ich motz' überhaupt nicht, ich bin 'n total glücklicher Mensch - ich hab
hier super Geschenke und [sie legt den Arm um Heiko] - ja, mein wichtigstes Geschenk
hab' ich ja schon vor zwei Wochen bekommen, diesen knuddligen, sehr originellen
Teddy hier." 

5. Szene: Helga hat sich soweit wieder gefangen als sie Canan an der Wohnungstür
empfängt, mit der die gleich ins Haus fällt: "Guten Morgen Frau Beimer, sie wollten
mir doch Bescheid geben wenn sich die Versicherung gemeldet hat." Helga gibt zu,
darauf tatsächlich vergessen zu haben, der zuständige Sachbearbeiter sei aber
ohnehin erst an diesem Nachmittag wieder da: "Naja, Sie wissen ja wie das ist in den
Büros." Sie bittet den Besuch ins Wohnzimmer und zögert, als sich Canan zaghaft
erkundigt, wann sie denn wieder anfangen könne: "Naja, wenn ich das so wüßte, aus
dem Stand... Schannan,... äh, ich denke, sie sollten sich eine andere Stelle suchen,
wenigstens vorübergehend." Verunsichert fragt Canan nach, ob sie den Ehrlich Reisen
nicht bald wieder eröffnen wollten. Helga antwortet, daß sich dies hinziehen könne -
und wo Lea nun nicht mehr da ist könnte sie auch selbst wieder ganztags arbeiten.
Canan: "Wollen Sie... wollen Sie mich etwa entlassen, weil ich schuld bin an dem
Anschlag, wegen der Türkei-Aktion?" Helga beeilt sich zu erklären, daß Canan
natürlich keine Schuld trifft. "...Schannan... ach Schannan, ich weiß doch selber
nicht, wie es weitergeht. In dieser Nacht ist nicht nur mein Reisebüro abgebrannt,
ich hab' fast alles verloren. Mein Enkelkind. Mein Geschäft. Fast alles. [mit den
Tränen ringend, aber angesichts der ebenfalls beinahe weinenden Canan wieder an
Fassung gewinnend:] Schannan! Sie sind ja fast so traurig wie ich. Können Sie sich
gar nicht vorstellen, in einem anderen Reisebüro zu arbeiten?" Canan, den Tränen
nahe: "Ach Frau Beimer, mir geht es doch genau wie Ihnen. Ehrlich Reisen, das war
mein Leben, da konnte mir keiner reinreden aus meiner Familie." Selbst wenn sie
Ehrlich Reisen wiedereröffnen sollte, verspricht ihr Helga, sei sie unabhängig und
könne frei entscheiden, wo sie arbeiten will. Doch daran kann Canan nicht so recht
glauben: "Ach, wenn es doch so wäre. Aber heute kommt mein Vater zu Besuch, samt
meinem kleinen Bruder, und ich will nicht wissen, was die wieder für mich
entschieden haben." 
   
6. Szene: Heiko liegt auf dem Sofa und liest. Iffi betritt das Zimmer, um sich von
ihrem Süßen zu verabschieden. Sie meint, er solle sich einen schönen Tag machen und
könne ja nachher im Laden vorbeischauen. Heiko bleibt in seine Lektüre vertieft und
läßt sich lediglich zu einem unverbindlichen "Mhm, mal sehen", was Iffi leicht
befremdet zu Kenntnis nimmt - sogleich fragt sie nach, was er denn sonst vorhabe.
Heiko, nachwievor primär auf seinen Lesestoff konzentriert: "Das übliche... bißchen
Saubermachen, vielleicht wieder Job suchen..." Iffi schlägt vor, am Abend zur Feier
des Tages so richtig um die Häuser zu ziehen - und beispielsweise im Kunstpark Ost
abzutanzen. Heiko, matt: "Hm, hab' ich nicht so 'ne Lust, heute. Ehrlich gesagt, ich
bin heut 'n bißchen müde." Iffi kann sich nicht so recht vorstellen, wovon er müde
sein könnte: "Man könnte ja fast meinen, du bist schwanger." Als Heiko auch diese
Aussage bloß mit einem "Hm." quittiert, scheint Iffis gute Laune am Ende: "Tss...
toll. Daddy und Gabi wollen früh ins Bett, du schlaffst ab - Spitze, meine Familie
hat die Schlafkrankheit." Sie meint, er wüßte ja, wo er sie finden könne sollte er
es sich anders überlegen - und zieht von dannen. Nachdem Iffi weg ist, steht Heiko
auf - er schleicht zur Zimmertür, legt sein Ohr daran, um sich zu vergewissern, ob
seine Freundin auch wirklich weg ist. Nachdem die Wohnungstür geräuschvoll ins
Schloß gefallen ist, geht Heiko zum Telephon. mit verschwörerischem Grinsen: "Ja,
Heiko hier. Parole Chicago. Die Luft ist jetzt rein, ich kann kommen. Bis gleich."
Auch er verläßt die Wohnung.    

7. Szene: Erich betritt das Wartezimmer der Arztpraxis. Hajo begrüßt ihn als "Held
der Lindenstraße", doch Else stellt diesen Titel in Frage: "Held? Des is doch koa
Held... wenn ma 's eigene Enkelkind vergißt. Ham's da an Aussetzer g'habt, Herr
Schiller... oder beginnt bei eahna die Alzheimer? San's deshalb da beim Doktor?"
Erich entgegnet, er habe sich nur sagen-wir-mal die Finger verbrannt. Hajo erklärt,
bei ihm sei es auch die "Pf-fote", wobei er sich allerdings nicht verbrannt, sondern
ganz fürchterlich geschnitten habe - "aber wenigstens selber. Sie sind ja
gewissermaßen bloß Opfer." Hajos Frage, ob man denn inzwischen schon etwas über die
Täter wisse, kann Schiller nur achselzuckend beantworten. Die Polizei tappe noch im
Dunklen und anscheinend finde dieser Tag jede Gruppierung, ob Kurden oder Neonazis,
einen Grund, um unschuldigen Bürgern das Dach über dem Kopf abzufackeln. Damit ruft
Erich erneut Else auf den Plan: "Ja, der Herr Schiller hat sozusagen Erfahrung
mit... sowas, ja, mit Abbrennen oder... jajaja... eahna Hotel in Irland is' ja a
abbrennt und der Herr Wittich war beinah' mitverbrennt. In ihra Familie, da lebt
sich's gefährlich! Nimmt eahna überhaupts noch eine Versicherung?" Hajo will wissen,
was Else Erich damit unterstellen wolle, doch sie verwehrt sich natürlich
entschieden dagegen, sie würde doch niemandem unterstellen, sie doch nicht  - "oder
ham Sie schon ghert, daß der Blitz zwoa mal in den gleichen Bam eing'schlagen hat? I
net."     

8. Szene: Canan rührt mit betrübter Miene in einem Kochtopf während ihr ihr Vater
fröhlich wie Bio über die Schulter guckt und dabei (auf türkisch und daher mit
Voiceover) bemerkt, daß der Anschlag also zumindest ein Gutes zur Folge hätte -
nämlich daß sie endlich wieder für ihn koche. Außerdem könne sie ihren Umzug
vorbereiten, die Hochzeit sei ja schon in zehn Wochen. Er habe ihr auch ein Bild von
ihrem zukünftigem Haus mitgebracht, im Hintergrund sei sogar das Goldene Horn zu
sehen. Er hält das Bild über den Topf und als sie den Kochlöffel weglegt, schlägt
sie ihm "versehentlich" das Photo aus der Hand - es landet zwar nicht im Topf, aber
zumindest auf dem Boden. Er fordert sie auf, nicht so unachtsam zu sein, doch Canan
geht es um etwas anderes: [ebenfalls türkisch & mit Voiceover:] "Vater, ich sage es
dir seit fünf Monaten. Ich werde nicht heiraten. Bitte gewöhne dich an diesen
Gedanken." Ihr alter Herr schlägt vor, abzuwarten - es gebe genug Wege, ungehorsame
Frauen zu zähmen.
  
9. Szene: Helga besucht Lea und Maja im Gefängnis - ihrer Enkelin hat sie deren
Teddybären sowie ihre Spieluhr mitgebracht. Oma Beimer kämpft schon wieder mit den
Tränen: "Oh Maja, ich müßte mich für so vieles entschuldigen. Es tut mir so leid, so
schrecklich leid, daß ich Lea alleine gelassen habe und daß ich sie solcher Gefahr
ausgesetzt habe." Beschwichtigend meint Maja, daß sich ihre Tochter ja zum Glück
rasch von dem Schock erholt habe und sich eigentlich bloß noch an Erich erinnern
würde, wie er sie hochnahm und mit ihr hinaus rannte. Helga: "Sie hat einen
Schutzengel gehabt." Maja pflichtet ihr bei: "Ja, einen ganz tüchtigen. Vielleicht
ist es sogar besser so, wie jetzt alles gekommen ist. (...) Naja, Lea ist hier und
sie sind hier und wir sitzen zusammen und reden zusammen. Letzte Woche wollten sie
noch zum Anwalt (...) Dann hätten wir uns gestritten um Lea, vor Gericht - wir
hätten uns nur noch vor Gericht gesehen. Sie hätten Lea nur noch bei der Verhandlung
gesehen und wir hätten uns total gefetzt und gehaßt. Am Ende wäre alles so gekommen
wie mit meiner eigenen Mutter."
 
10. Szene: [auf türkisch mit Voiceover:] Canan und ihr Vater essen bereits - d.h. er
ißt, während sie lustlos in ihrem Essen herumstochert. Herr Dagdelen stellt die
Frage in den Raum, wo Murat wohl bleiben würde - und gibt sich gleich selbst die
Antwort: "Wahrscheinlich bei seinen nichtsnutzigen Freunden. Ich liebe ihn - aber
daß er mir so wenig gehorcht...." Canan blickt von ihrem Teller auf: "Vater, liebst
du mich denn auch?". Er kann nicht verstehen, wie seine einzige Tochter so etwas
fragen könne. Sanft: "Weißt du nicht mehr, wie wir durch Kayseri gelaufen sind? Wie
du auf mir geritten bist, wie alle dich bewundert haben? Ich liebe dich mehr als
alles andere auf der Welt." Die Erinnerungen bringen ein Lächeln in Canans Gesicht,
das jedoch schnell wieder abklingt und Zweifeln weicht: "Aber dann möchtest du doch
auch, daß ich glücklich bin?" - "Natürlich. Und du wirst auch glücklich. So wie
deine Großmutter, deine Mutter und deine Cousinen." 

11. Szene: Maja in einem Gespräch mit dem Gefängnispfarrer der bemerkt, daß es Frau
Beimer sichtlich schwer gefallen sei, das Kind unwiderruflich bei ihr zu lassen.
Maja meint, sie täte ihr auch wirklich leid - schließlich habe Helga ihr sehr
geholfen als sie sonst niemanden mehr hatte, als sie niemand mehr wollte. Sie würde
sich daher auch schuldig fühlen - "oder mehr in ihrer Schuld." Der Pfarrer erwidert,
daß es immer eine Möglichkeit gebe, seine Schuld abzutragen, einen Liebesdienst zu
vergelten. Maja meint, dies sei möglich und vielleicht gebe es wirklich eine
Gelegenheit. Sie zieht einen Brief aus der Tasche und fordert den Seelsorger auf,
ihn zu lesen. "... Bier einflössen ... Fenstersturz ... das sind ja ganz
ungeheuerliche Vorwürfe!" Maja erklärt, daß manche zu stimmen scheinen, das Gros
aber erfunden sei, sie hätte ganz lange mit Lea darüber gesprochen. Der Pfarrer will
wissen, von wem der Brief den stamme und als Maja antwortet, daß Frau Beimers Mann
der Verfasser sei, kann der Gottesmann kaum glauben, was er soeben hören mußte: "Ich
denke er liebt diese Frau?!". Maja: "Ja, das dachte ich auch - aber jetzt... Herr
Pfarrer, ich habe Frau Beimer wirklich lieb, auch wenn wir uns zwischendurch gefetzt
haben. Und jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll. Soll ich ihr den Brief
zeigen?" Der Pfarrer ist der Ansicht, daß sie dies auf keinen Fall tun solle, da sie
dadurch die Ehe zerstören würde - "und zwar unwiderruflich. Sie dürfen sich nicht
zwischen diese beiden Menschen stellen. Versprechen sie mir das?" Maja wendet den
Blick ab.  

12. Szene: Während ihr Vater die Zeitung studiert ist Canan zum Abwasch
übergegangen. Er liest von 3 Armeeangehörigen vor, die bei Gefechten getötet worden
seien: "Und du hast auch noch Mitleid mit kurdischen Terroristen." Sie bemängelt,
daß er diesem Hetzblatt glauben würde - da wäre es ja kein Wunder, daß sie stets
unterschiedlicher Meinung seien. Vater Dagdelens Antwort wird durch Türklingeln
unterbrochen. Er vermutet, es werde endlich Murat sein und weist sie, aufzumachen.
Canan geht zur Türe - und steht Olaf gegenüber, der eine Plastiktüte mit einem Paar
Schuhe in der Hand hält und fragt, ob das "Fräulein Canan" auf ihn vergessen hätte.
Als sie nicht weiß, worauf er hinaus will, zeigt er die Schuhe vor, die schon seit
Montag fertig seien. Canans Vater ist inzwischen ebenfalls zur Türe gekommen und
folgt dem Gespräch mit großem Interesse. Canan meint, es sei ihr aufgrund der vielen
Aufregung total entfallen und bittet ihn um Entschuldigung, doch Olaf stellt mal
wieder unter Beweis, daß er nicht gerade der Nachsichtigen einer ist: "Ja wissen's,
mit so einer Entschuldigung ist nicht viel getan, weil ich bin ja auf das Geld
ang'wiesen - i bin ja net so ein Sozialhilfekassierer wie ihr." Als Canan daraufhin
meint, daß er das doch so nicht sagen könne, ist Olaf sogar zu einem kleinen
Zugeständnis bereit: "Also meinetwegen, Sie und Ihr Bruder vielleicht net, aber ihre
Landsleut' - zum Beispiel diejenigen, die wo halt im Reisebüro umeinander gelungert
haben, mei Liaber, da waren vielleicht so a paar Spezln dabei, die ham mir mei ganze
Kundschaft vertrieben." [Ahmet und sein lederbejackter jüngerer Bruder Murat steigen
aus dem Lift] "Also, mach' ma uns nix vor, die meisten Türken san faul, gefräßig und
kriminell und nicht bloß vergeßlich. Aber immer bewaffnet mit Knoblauchfahne und
Messer - und uns friedliche Bürger, da zünden die die Geschäfte an und schlagn und
womöglich noch z'samm." Das Olaf voll und ganz auf seine Brandrede konzentriert war,
hat er nicht bemerkt, wie sich der deutlich größere Murat hinter ihm aufgebaut hat.
Murat tippt Olaf auf die Schulter und fragt, als er sich umdreht, ob er denn was
gegen Türken hätte. Da Olaf keine bessere Antwort aufbieten kann als "Was geht des
dich an, Kanakenbürscherl?" fühlt sich Murat wohl auf intellektueller Ebene
unterfordert und verpasst dem Widersacher anstelle eines verbalen Hakens lieber
einen gutgezielten Fausthieb in die Magengegend. Olaf sackt zusammen und Ahmet hält
seinen Bruder zurück, damit Murat seine Ankündigung es "dem Schwein" zu zeigen
(vorerst) nicht wahrmachen kann. Canan beteuert, wie leid es ihr täte, doch Olaf
will davon nichts mehr hören, er rappelt sich auf und sucht humpelnd das weite,
wobei er es nicht lassen, erst recht über die "elendige Türkenbagage" zu schimpfen.
Murat: "Da habt ihrs! Ich hau' ihm eine rein!" Olaf fühlt sich dadurch erst recht in
seiner Meinung über das "Schlägerpack" bestätigt. Vater Dagdelen dagegen klopft
Murat aufmunternd auf die Schulter.

13. Szene: Helga gießt sich in der Küche Tee ein, während Erich im Hintergrund
telephoniert. Nachdem er das Gespräch beendet hat, teilt er seinem Pummelchen
freudestrahlend mit, daß die Versicherung bezahlen werde - "Siebzigtausend Mark -
ich kann den Scheck morgen Früh abholen!" Er will die gute Nachricht am Abend ganz
groß im Casarotti feiern, doch Helga meint, er wäre nicht zum feiern zumute. Erich:
"Ja, natürlich, aber... Gott, das ist ja der Start in ein neues Leben!" Helga,
nachdenklich: "Ein neues Leben? Und wenn ich lieber mein altes Leben behalten
möchte?" 

14. Szene: [auf deutsch, wenn nicht anders angegeben:] Murat versteht die schlechte
innerfamiliäre Stimmung nicht: "Ich weiß gar nicht, was ihr habt! So ein blöder
Faschist gehört doch verprügelt!" Canan will wissen, ob dies denn die einzige
Sprache sei, die er verstehe - Gewalt. Murat fuchtelt mit einem Springmesser herum:
"Sprache? Da gehts nicht um Sprache, da geht's um die Ehre!" Da hält es Ahmet nicht
länger im Sessel - er springt auf, nimmt seinem Bruder das Messer ab. Noch relativ
ruhig, aber bestimmt: "Welche Ehre meinst du eigentlich? Deine? Und was ist mit
meiner Ehre? Ich lebe hier. Dieser Mann ist mein Nachbar, mein Patient. Hä? [Zu
Canan und seinem Vater gewandt:] Wir müssen uns unbedingt entschuldigen, unbedingt."
Murat meint nur, daß sein Bruder selbst schuld sei, wenn er solche Arschlöcher
behandelt - er solle doch einfach eine türkische Praxis aufmachen. Ahmet,
wutentbrannt: "WIR LEBEN ABER HIER IN DEUTSCHLAND! UND WIR HABEN UNS NACH DEN
HIESIGEN GESETZEN ZU RICHTEN, VERDAMMT NOCH MAL!" Murat fragt, ob es denn Gesetz
sei, Türken zu beschimpfen und ob er etwa daneben stehen solle, wenn dieser Fascho
seinen Vater und seine Schwester beleidige. Selbst Vater Dagdelen meint nun [auf
türkisch], daß er ihn nicht hätte schlagen müssen und auch Canan erklärt, er sei
dadurch nicht besser als Kling - er hätte sich mit ihm streiten können oder ihn
verklagen, aber ihn nicht gleich verprügeln. Murat: "Verklagen? Bei einem bayrischen
Gericht? Wo alle in der gleichen Partei sitzen? Richter, Staatsanwalt und
Angeklagter? Was meinst du, wer da Recht bekommt?" Er wisse ja, wie es läuft -
schließlich hätte er schon oft genug mit den Brüdern zu tun gehabt.     

15. Szene: Iffi kommt nach Hause und tut dies ebenso laut wie fröhlich kund. Als
eine Antwort ausbleibt und sie weder in der Küche noch in den anderen Zimmern
jemanden antrifft steht sie mit eher gemischten Gefühlen auf dem Flur als das
Telephon zu läuten beginnt. Sie geht dran - und reagiert auf Klausis Aufforderung,
doch in die WG hochzukommen, ohne rechte Begeisterung: "Ach, Klausi Beimer, du hast
es bestimmt vergessen, meine Familie hoffentlich nicht, obwohl hier grade kein
Schwein auf mich wartet... ich... ich habe heute Geburtstag... den wollte ich
eigentlich festlich begehen." Nachdem Klaus ihr anscheinend in Aussicht gestellt
hat, ihr etwas zu zeigen (Iffi: "Ich hoff', es ist wenigstens ein Geschenk oder
sowas..."), erklärt sie sich schließlich doch bereit, raufzuschauen.
 
16. Szene: Vor dem Haus demonstriert Murat derweil seiner Familie seinen
tiefergelegten BMW mit 248 PS und Alufelgen. Canans Frage, wie er sich so einen
Schlitten leisten könne, wo er doch arbeitslos sei, tut er großspurig mit einem
vagen Hinweis auf "Geschäfte" ab. Anstatt auf Ahmets Frage, worin denn diese
Geschäfte bestünden, einzugehen, führt Murat lieber die Power der Anlage vor indem
er Eurodance-Geschepper durch die Boxen wummern läßt. Vater Dagdelen scheinen die
dubiosen Geschäfte seines Sohnes weniger zu beschäftigen als sein schlechter
Musikgeschmack. Er verabschiedet sich von seiner Tochter: "Du weißt, was ich von dir
erwarte. Ich weiß, was für dich am besten ist  - und du wirst es auch bald wissen."
Er steigt zu Murat in den Nobelhobel, die beiden rauschen ab.
 
17. Szene: Iffi steht vor der WG-Türe und wundert sich, daß nun ewig niemand
aufmacht, nachdem sie zunächst regelrecht bedrängt wurde, doch hochzukommen. Als
Klaus ihr endlich öffnet, muß er sich ein Grinsen verkneifen, als er sie fragt,
weshalb sie so ein Gesicht zieht. Iffi erklärt, kein Gesicht zu ziehen und nun die
Überraschung sehen zu wollen damit sie zurück in die leer Wohnung gehen könne wo
niemand auf sie warte. Klausi: "Mein Gott, wer soll da schon auf dich warten... die
sind doch alle hier!" Er öffnet die Tür zu Flips girlandengeschmücktem Zimmer, aus
dem ihr Heiko, Gabi, Andy, Gung, Momo, Flip und Canan trötend und "Happy
Birthday"-singend entgegenkommen.  

18. Szene: Isolde tänzelt durch ihr Lokal um schließlich Fausto nach dem Verblieb
der Linguini zu fragen. Der erklärt ihr mit stoischer Gelassenheit, daß gut Ding
eben Weile haben wolle - und er habe eben nicht genug Köche, denn er könne wohl
schlecht alleine alle hungrigen Mäuler der Stadt stopfen. Isolde zischt ihm zu, er
solle froh sein, daß sie alle zu ihnen kommen [sie duzt ihn dabei übrigens!] - "und
was nützen uns viele Köche wenn wir keine Kellner haben, die ihre Kreationen
servieren?" Sie wundert sich, weshalb sich Francesco weiterhin standhaft weigert,
ins Casarotti zurückzukehren - nicht einmal sprechen wolle er mit ihr. Ob Fausto es
noch einmal bei ihm versucht hätte?  Fausto tut so, als wäre dies ein bemerkenswert
absonderlicher Gedanke, doch Isolde hat keine Gelegenheit, das Thema weiter zu
vertiefen, da in diesem Moment Helga und Erich eintreffen und sie zu ihnen eilt um
sie zu empfangen. Erich fragt, ob denn vielleicht ein Plätzchen frei wäre - da es
sich um eine äußerst sagen-wir-mal-spontane Idee gehandelt habe, hätten sie nicht
reservieren könne. Isolde verspricht zu sehen, was sich machen läßt.

19. Szene: Iffis Party ist in vollem Gange - sie und Heiko haben sich jedoch etwas
aus dem Zentrum des Geschehens zurückgezogen. Iffi: "Du organisierst mir eine
Überraschungsparty, du alter Geheimniskrämer, ich faß' es nicht, aber ich bin so
erleichtert weil ich schon Angst hatte, daß du mir hier zum Schlaffi mutierst." Das
Thema Überraschung bringt Heiko auf eine weitere Idee - Iffi will wissen, was er nun
schon wieder vorhat, doch Heiko geht nicht darauf ein sondern bittet die Partygäste
um Aufmerksamkeit: "Also... wir haben heute nicht nur einen Geburtstag zu feiern,
sondern zwei! [fragende Blicke werden in der Rund ausgetauscht] Oder sagen wir mal,
noch einen Geburtstag, der bald ansteht. Also, um es kurz zu machen... Iffi und
ich... erwarten ein Kind." Iffi knufft ihn ob des verratenen Geheimnisses in die
Seite, der erste freudige Gratulant ist selbstredend Andy, gefolgt von Gabi: "Die
Valli wird schön schauen und die Mutter wird erst Augen machen!" Gung jedoch meint,
daß Frau Koch nur noch die Allgäufahrt mit Frau Birkhahn im Auge hätte. Gabi nimmt
Nico an der Hand um mit ihm Oma Rosi anzurufen und von den Neuigkeiten in Kenntnis
zu setzen und ihn dann ins Bett zu bringen. Als die beiden auf dem Weg nach draußen
sind, läutet es an der Türe. Klaus öffnet - und stellt fest, daß es sich bei dem
Besuch um Marcella und Giovanna handelt. Er überschlägt sich bei der Begrüßung nicht
gerade vor Freundlichkeit ("Was macht'n ihr Küken hier?"), doch das hält die Mädels
nicht weiter ab - sie erklären, ihren Abschied feiern zu wollen, da sie am nächsten
Tag in die Ferien nach Italien aufbrechen - und "Hier ist doch 'ne Party?!" Klaus
bringt die beiden hinein: "Hat jemand was von Nachwuchs gesagt? Hier ham wer noch
mehr."
  
20. Szene: Isolde konnte tatsächlich ein Plätzchen für Helga und Erich ausfindig
machen, die sich inzwischen bereits Faustos Kreationen zugewendet haben. Während
sich Erich tatsächlich in erster Linie auf die lukullischen Genüsse konzentriert,
bewegen Helga andere Dinge, auf die sie ihren Gatten auch anspricht. Sie erzählt,
daß Canan vorhin bei ihr war und sie sie gerne wieder einstellen würde - "jetzt, wo
das Geld bereitsteht." Doch Erich wirft die Frage auf, wer denn überhaupt sagen
würde, daß sie das Büro unbedingt wiedereröffnen wollen? Siebzigtausend Mark sowie
der Verkehrswert, den das Büro noch hätte... "Stell' dir vor, was wir alles mit dem
Geld anstellen können, welche Träume wir uns erfüllen können." Sie möchte etwas
darauf sagen, doch Erich läßt sie nicht zu Wort kommen. Stattdessen erinnert er sie
daran, wie Frau Pavarotti mit der Pizzabude angefangen und es bis zu einem Top-Treff
für die Schwabinger Schickeria gebracht habe. "Und warum? Weil Isolde Pavarotti sich
weiterentwickelt hat. Sie hat eine Vision mit ihrem Mann geteilt. Helga, ich habe
auch eine Vision. Willst du sie mit mir teilen?"
   
21. Szene: Während Gabi, Andy, Gung und Paolos Töchter tanzen, schlittert Flip
bowlesüffelnd langsam in eine Art Pre-Midlife-Crisis. Zu Klausi: "Oder wie findest
du das, daß Iffi mit 21 schon ihr zweites Gör wirft? Also, ich find, die liegt ganz
schön vorne..." Klausi erwidert, daß er ihr diesen Vorsprung nur zu gerne lassen
würde. Auf der Tanzfläche bemerkt Andy, daß Gabi für reine zweifache Oma noch ganz
flott unterwegs sei, woraufhin sie ihm in Aussicht stellt, daß sie sich endgültig
zur waschechten Großmutter entwickeln werde, sobald das Kind erst einmal da ist -
doch diese Idee stößt bei Andy auf wenig Gegenliebe. Iffi bemerkt, daß Momo alleine
herumhängt und dabei nicht gerade die freundlichste Miene zeigt, worauf sie ihn auch
anspricht: "Willst dich nicht'n bißchen mit mir freuen? Ist doch so'n schönes
Gefühl, weißt doch noch, wie das ist. Mein Gott, und du lernst doch auch bestimmt
eine andere Frau kennen, oder? Wirst vielleicht auch wieder Kinder haben, selbst ist
der Mann!" Gereizt verlangt Momo in Ruhe gelassen zu werden und verläßt das Zimmer.
In einer anderen Ecke spricht Giovanna inzwischen gehörig der Bowle zu, was von Flip
nicht unbemerkt bleibt, weshalb er feststellt, daß  sie wohl schon längst genug
gehabt hätte. Giovanna protestiert, daß sie kein Baby mehr sei und soviel trinken
dürfe wie sie wolle - was Klausi und Flip ziemlich erheitert. Giovanna schenkt sich
ein weiteres Glas ein und schickt sich an, es in einem Zug zu leeren. Flip schwant
bereits Übles, und er soll recht behalten, denn ungefähr bei der Hälfte des Glases
hat das Küken genug und hält sich die Hände vor den Mund. Flip ruft ihr noch zu, sie
möge doch aufs Klo gehen, doch soweit kommt sie nicht mehr und reihert mitten auf
den Teppich, was Klausi allerdings nicht weiter tragisch findet: "Ach komm, lass'
sie doch. Ein bißchen Kotze auf dem Teppich gehört zu 'ner normalen
Geburtstagsparty!" 
 
22. Szene: Zuhause lobt Erich das erstklassige Publikum des Casarotti und erklärt,
sich eine solche Klientel auch für das Claron Bridge zu wünschen. Er stellt fest,
daß Helga gedankenverloren ein altes Bild von ihr, Hans, Marion, Benny und Klausi
betrachtet und will wissen, was sie an dem alten "Schnappschuß" so faszinieren
würde. Sie bittet ihn, das nicht so abfällig zu sagen: "Das bin ich. Das sind meine
Gefühle." Erich: "Also deine Gefühle für Benny in Ehren. Auch für deine restlichen
Kinder, selbst wenn sie lange aus dem Haus sind. Aber deine Gefühle für Hans... also
erlaube wenn ich jetzt'n ganz kleines bißchen eifersüchtig werde, mein Pummelchen."
Helga schüttelt den Kopf - er wisse ja, daß sie es ganz bestimmt nicht so meine.
Dann solle sie ihre Gefühle das sei lassen was sie sind, meint Erich -
Vergangenheit. "Schau mir in die Augen. Schau - nach vorne. Was zählt für dich
heute? Das sind doch wir beide, unsere Liebe. Meinst du nicht, daß ich jetzt deine
Gefühle verdient habe? (...) Was hält dich dann noch? Warum folgst du mir nicht?
Warum teilst du nicht mein Leben?" Sie antwortet, das würde sie doch tun und auch
nichts anderes wollen. Erich: "Dann komm mit mir, laß' das alles hinter dir, komm
mit mir, ins Claron Bridge, nach Irland, in eine neue Zukunft. Helga, wirst du mir
folgen?" Zoom auf die nicht wirklich überzeugt wirkende Helga, Schlußmusik, Abspann.
 
[Erstmals im Abspann erwähnt: Nico Zenker (Tobias Beier), Lea Starck (Anna Sophie
Claus), Giovanna Varese (Serena Fiorello) und Marcella Varese (Sara Turchetto) sowie
Murat Dagdelen (Erkan Gündüz). Mit dabei auch Vater Dagdelen (Cetin Pekkaya) sowie
seltsamerweise Rosi Koch und Tanja Schildknecht-Dressler, die zu Abspann-Ehren
kommen, obwohl sie in der Folge nicht zu sehen waren. Ahmet Dagdelens Doktortitel
fehlt jedoch nachwievor. Und in "Heiko Quandt" mit "dt" wie "DamenToilette" war das
"d" missing in action...]


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