Folge 700: "Geisterfahrer" (02.05.1999) 1. Szene: Urzula telephoniert mit Oma Rosi und meint, diese müsse ihre Canasta-Runde nicht ausfallen lassen, um auf Irina aufzupassen, da sich Gung angeboten hätte. In der Küche sitzt Paolo mit Irina auf dem Schoß und liest ihr etwas Polnisches vor - offenkundig den Partezettel ihrer Großmutter. Er stellt Irina die wahnsinnig einfühlsame Frage, ob sie denn sehr traurig wäre, daß nun auch noch die Omi gestorben sei. Irina nickt nur. Urzula hat inzwischen Gung an der Strippe, dem sie herzlich dankt, und nachdem sie das Gespräch beendet, geht sie ebenfalls in die Küche. Paolo hält den Zettel hoch und fragt, was seine Aufschrift heissen würde. Als hätte sie es nicht gehört, weist sie ihn nur an, nach dem Stecker vom Herd zu sehen und den Stecker vom Wasserkocher anzuziehen, bevor er geht. Da sie ihm diese und andere Anweisungen (Blumen giessen, ...) auch auf einem Blatt Papier präsentiert, ehe sie wieder aus der Küche verschwindet, um ihren Koffer weiter zu packen, fragt Paolo ob sie nun denn etwa alles schriftlich machen würden. Er verstehe zwar, daß sie nach dem Brand vorsichtig geworden wäre, doch auch ihm ginge es nicht anders. Jede Nacht träume er von einem grossen Brand in der Küche und er wäre sehr traurig, dass sie ihm so wenig vertraue, und insbesondere auch Marcella und Giovanna, die nun bereits seit fast 5 Wochen bei den Martinis seien. Urzula: "Du träumst nur davon, Paolo - aber ich rieche es. Mir ist es immer noch in der Nase. Brandgeruch, in dem mein Kind erstickt ist." Paolo steht auf, streicht Irina übers Haar, nimmt sein Jacket, verlässt die Wohnung. "Unser Kind, Urzulina. Unser Kind" saht er ihm gehen, ehe er die Tür hinter sich ins Schloss fallen lässt. Urzula nimmt ihre Tochter in den Arm und beantwortet Paolos Frage nach dem Text - "warum sind der Tränen unter dem Mond so viele?". 2. Szene: Fröhlich vor sich hin summend schliesst Canan eine Wohnungstür auf - der Gegenschnitt auf Olli, der nur mit Boxershorts bekleidet, auf dem Bett liegt, zeigt uns, dass es sich dabei mitnichten um das Dagdelen'sche Domizil handelt. Durch die Sperrgeräusche geweckt, greift sich Olli die neben ihm liegenden Klamotten und verschwindet in den Kleiderschrank, während Canan die Wohnung betritt. Sie holt die Giesskanne aus der Küche, wendet sich den Pflanzen auf dem Flur zu - und hört ein Geräusch aus dem Schlafzimmer. Sie geht hinein, entdeckt nichts Ungewöhnliches, setzt sich auf das Bett und nimmt einen dort liegenden Prospekt - "'Betörender Duft der Gewürze, Märchen aus tausendundeiner Nacht, türkische Spezialitäten, Open Air Disco. Tradition und Moderne begegnen sich' - an hoffentlich." Sie verlässt das Schlafzimmer wieder und während sie sich um die Blumen im Wohnzimmer kümmert, steckt Olli tief durchatmend den Kopf zur Schranktüre raus. 3. Szene: Im Café Bayer. Andy serviert, höflich und zuvorkommend wie schon letzte Woche [;-)]. Eine Dame ist unzufrieden: sie hätte Cappuccino bestellt - "all' italiana, eh" - wobei die Haube eines italienischen Cappuccion aus aufgeschäumter Milch besteht, es sich hierbei aber um Schlagsahne handle. Andy serviert das Tablett wortlos ab und stellt es Gabi auf die Theke, vor der er die Kundin nachäfft. Gaby versucht, seine Lautstärke etwas zu dämpfen und gibt ihm eine neue Tasse, die er zum Tisch bringt. Doch auch diesmal ist nicht alles, wie es sein sollte: "Junger Mann. [!!] Ich verbringe fast jeden meiner Herbsturlaube in der Toskana. Der echte Cappuccino zeichnet sich dadurch aus, dass am Schluss obenauf eine Prise Kakao auf das äh... Gebilde... gestreut wird." Andy stimmt ihr zu, geht zurück zur Theke, holt Kakao, streut eine grosszügige Prise über das Kostüm der Dame, und während Gabi beschwichtigend dazueilt, wirft Andy die Schürze zu Boden, nimmt seine Jacke vom Kleiderständer und verschwindet wortlos aus dem Lokal. 4. Szene: Wir sehen Onkel Franz am Beimer'schen Küchentisch Zeitunglesen und hören, wie Oma Beimer ihr Purzelchen auffordert, schön zu spielen, während die Omi kurz in den Supermarkt muss. Franz weist mit Nachdruck darauf hin, dass die Literflasche Cognac im Supermarkt im Angebot wäre und dass Helga doch 2 Stück mitbringen möge. Helga verabschiedet sich noch einmal von der Seifenblasen-blasenden Lea und als sie zur Türe draussen ist, sehen wir, wie sich das Mädchen unbeobachtet dem Wohnzimmerfenster nähert. 5. Szene: Gabi läuft zum still auf der Parkbank Rast machenden Andy und fragt ihn, ob er denn vom wilden Affen gebissen sei. "Sie wollte Kakao auf ihr Gebilde - hat sie bekommen." erklärt er seelenruhig. Gabi meint, er wäre ein undankbares Miststück und solle lieber froh sein, einen Job zu haben, eine Familie, die zu ihm hält und Schutzengel, die ihn trotz allem bewachen. Andy: "Hast du Engel gesagt? Ja merkst du denn nicht, dass ich nur noch von Gespenstern umgeben bin?". Im Hintergrund sehen wir einen dunkelblauen Morris Minor-Kombi. [Der-Wink-mit-dem-Zaunpfahl-Schnitt:] 6. Szene: Vasily sitzt am Bühnenrand im Akropolis, neben ihm ein... äh... "Jesus-Typ" mit langen, gelockten Haaren und Vollbart, in Händen einen Fussball. Mary bringt den beiden Kaffee und setzt sich zu ihnen. Vasily erzählt Mary, dass Chris seinen Auftritt bei der Auktion umsonst machen würde, was Mary erfreut zur Kenntnis nimmt. Sie sagt, viele Spender hätten sich für die Auktion in der Tat "etwas vom Herzen genommen", Herr Backhaus etwa in Form des Fussballs (Zoom auf den mit Autogrammen versehenen FC Bayern-Ball [*örks*]). "Ah! That's an autograph from Klinsmann" erkennt Chris, "den nehm ick!". Doch Mary lehnt lächelnd ab - nur gegen Höchstgebot. 7. Szene: Andy lässt Gabi derweil im Regen sitzen und geht aufs Akropolis zu. Gabi steht ebenfalls auf und geht im langsam nach. In dem Moment kommt die Armani-Schnepfe von vorhin vorbei und betont noch einmal: "Der Mann gehört zum Psychiater!" 8. Szene: Der Fall für den Psychiater hat inzwischen das Lokal betreten. Er schaut Vasily, Mary und Chris an, merkt jedoch nichts. Vasily fragt, was er für ihn tun könne, Andy bestellt einen Ouzo. 9. Szene: Olli unterhält sich im Badezimmer mit seinem Spiegelbild, wobei einer der beiden Olli sein soll, der andere anscheinend ein Fremdenlegionsausbildner. "´aben Sie ´eut schon was vor, Monsieur Klatt? ´aben Sie in ihrem Leben über´aupt noch was vor, Monsieur Klatt?". Monsieur Klatt geht in die Küche, findet im Kühlschrank nur Licht, setzt sich zum Tisch, blättert in einem oppulent bebilderten Kochbuch deutscher Küche und examiniert schliesslich den Inhalt seiner Brieftasche umd zu dem Schluss zu kommen, dass eine Tiefkühlpizza noch drin wäre. 10. Szene: Vor dem Supermarkt. Helga läuft einem Apfel hinterher, der ihr aus der Hand gegelitten ist. Urzula kommt ihr entgegen und hebt ihn auf: "Für ihre Enkelin, nicht? Sie ist süss." Helga hält einen Moment inne, dann: "Ich weiss, wie es ist, ein Kind zu verlieren. Man fühlt sich so leer und so allein." Urzula erzählt, dass sie am Abend nach Polen fahren würde, um ihre Grossmutter zu beerdigen. Helga spricht ihr Beileid aus, dann entschuldigt sich Urzula - sie habe vergessen, den Multivitaminsaft für Irina zu kaufen. Als Helga die Strasse überquert, löst sich aus dem Schatten eines Autos vor der Nr. 3 eine Gestalt - Olli hat sich wieder in seine Legionärskluft geworfen, inkl. Sonnenbrillen und Kappe. Er greift sich die Tiefkühlpizza aus Urzulas stehengelassenem Korb, dreht sich um - und sieht, wie Lea auf dem Fensterbrett herumklettert, das Geländer übersteigt. Olli sprintet los, Lea beugt sich vornüber, um nach den Seifenblasen zu greifen. 11. Szene: Helga betritt die Wohnung, ruft Lea entgegen, dass Omi ihr etwas mitgebracht hä... das Wort bleibt ihr im Halse stecken als sie die Lage erkennt. Sie ist jedoch zu spät dran, sieht Lea nur noch fallen. 12. Szene: Olli war rechtzeitig an Ort und Stelle, kann das Mädchen fangen und stürzt mit ihr zu Boden. 13. Szene: Helgas Schrei gellt durch die Strasse. Onkel Franz kommt auf den Flur und erkundigt sich, weshalb Helgalein denn so schreien würde. Die Antwort interessiert ihn jedoch weniger als der Inhalt ihres Einkaufskorbes. 14. Szene: Helga kommt unten an, stürmt auf Lea zu, hebt sie auf, drückt sie fest an sich, küsst sie ab. Sie bedankt sich bei dem "Fremden" - "Sie haben 2 Leben gerettet - meins und das meiner Enkelin. Sind Sie in Ordnung?". Sie sieht ihn an - und zeigt, dass sie nicht nur den Oberbürgermeister von Magdeburg mühelos erkennt, sondern auch Olli Klatt. Da drückt sie Lea gleich noch mal so fest an sich... 15. Szene: Wir sehen von aussen, wie Gabi im Café telephoniert und dann aus dem Lokal kommt. Sie geht auf's Akropolis zu - und sieht den Morris Minor von vorne. Doch nicht das Auto älteren Baujahrs mit dem englischen Kennzeichen selbst weckt ihre Aufmerksamkeit, sondern vielmehr das Skelett, das auf dem linken Vordersitz festgegurtet ist und der langhaarige Mann mit dem Bart auf dem Sitz daneben. Der steigt aus und fragt die "Lady" ob da "something wrong" wäre.Gabi greift sich fassungslos an den Kopf, ruft nach Andy und bittet Vasily, ihn aus dem Lokal zu holen. Er kommt, dreht sich um - und kann ebensowenig glauben, welch Bild sich ihm bietet. 16. Szene: Olli futtert am Beimer'schen Küchentisch und berichtet von den drei Monaten in der Legion. Skeptisch erkundigt sich Onkel Franz, ob sie dem Lump da denn auch Zucht und Ordnung beigebracht hätten, in der Fremdenlegion. Helga, mit Teddy im Arm, gemahnt ihren Onkel, "den armen Jungen" doch in Ruhe zu lassen und schickt ihn auf sein Zimmer. Olli erzählt weiter, wie er Karriere hätte machen können, und ihm dann der Zusammenbruch in die Quere gekommen sie. Darüberhinaus lässt er es sich nicht nehmen, Oma Beimer gehörig Honig ums Maul zu schmieren - "ob Sie's mir nun glauben oder nicht, Frau Beimer, ich fühle mich bei ihnen geborgen, wie ein Baby in der Wiege. Bitte schicken Sie mich heute Abend nicht weg, ja?" 17. Szene: Im Akropolis nimmt ein Polizeibeamter Chris' Personalien auf und versucht, die Geschehnisse vom Abend des 22.10.1998 aufzuklären. Chris gibt zu Protokoll, sich an jemanden mit Lichthupe zu erinnern und damals erst 3 Tage in Deutschland gewesen zu sein. "Und wir fahren left hand. I'm so sorry." Andy beruhigt, dass es irgendwann mal bei jedem krachen würde, doch der Polizist wirft ein, dass dies am Tatbestand des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und der daraus resultierenden Anzeige dennoch nichts ändern würde: "Fahrerflucht ist kein Kavaliersdelikt bei uns." Gabi erkundigt sich, ob dies bedeuten würde, dass Andi seinen Führerschein wieder bekäme, doch darauf kann der Polizist natürlich keine eindeutige Antwort geben. 18. Szene: Olli liegt auf dem Wohnzimmer-Sofa, Helga schenkt ihm ein Bier ein. "Ich weiss nicht, ob das richtig ist. Mein Mann wird nicht begeistert sein. Olli, Sie werden immerhin von der Polizei gesucht. Aber dass Sie Lea das Leben gerettet haben, das werde ich Ihnen nie vergessen." Olli kündigt an, noch mehr Kinder zu retten - er wisse nämlich endlich, was der liebe Gott mit Assi-Olli vorhätte: "Ich werde mich im Kosovo melden, als UCK-Kämpfer. Bodentruppen gibt's ja leider immer noch nicht." Gottseidank wäre das so, meint Helga, und auch Erich hätte immer gesagt... Olli fällt ihr ins Wort, es sprudelt nur so aus ihm heraus - aufgeräumt müsse "da unten" einmal werden, "vite, vite, vite", ein verdammt geiles Gefühl wäre das bestimmt, und wenn's die NATO nicht schafft... [dann schafft's Olli Klatt. Ganz bestimmt.] "Frau Beimer. Denken Sie doch an die vielen süssen Kinder da unten. Denen muss Olli helfen!" Helga gibt zu bedenken, dass durch Schiessen noch nie einem Kind geholfen worden wäre, und dass die Kinder in Belgrad Hilfe genauso nötig hätten wie die im Kosovo. Das Telephon unterbricht ihre Argumentation. Es ist Erich, und Helga meint, er wisse noch gar nicht, was passiert wäre. 19. Szene: Im Drahtesel. Flip meint, er könne zwar verstehen, dass Eva mit den Nerven runter sei, doch deswegen müsse sie noch lange nicht dauernd anrufen. Er habe jedenfalls im Moment keinen Kopf für ihre leidende Mutter. Momo: "Wieso? Hast du noch andere Probleme?". Da betritt Canan unsicher lächelnd den Laden. Flip setzt ein besonders intelligentes Gesicht auf [cf. Almkuh im Regen...] und Dschannan meint, sie wollte sich Fahräder anschauen, ob sie denn auch gebraucht hätte. Sie deutet auf ein königsblaues "Fahhrad" und meint, jenes wäre doch schön. Momo gibt zu bedenken, dass es nicht gebraucht sondern eben frisch hereingekommen wäre, freut sich aber über das Interesse. "Siehst Du Flip, dem Design kann einfach keiner widerstehen." - "Ja, manche Leute können einfach nichts und niemandem widerstehen" grummelt der und geht ab. Momo fragt Canan, was denn eigentlich los sei. 20. Szene: Erich kommt nach Hause und wird gleich von Onkel Franz in Beschlag genommen, der dem "lieben Goethe" meldet, dass sich ein Halunke in seinem Refugium befände. Amüsiert geht Erich nachschauen, doch der Anblick des schlafenden Olli vertreibt das Lächeln schlagartig aus seinem Gesicht. Erich fordert Aufklärung von seinem Pummelchen, doch Helga meint, sie könne ihn unmöglich aus der Wohnung werfen, nach allem was passiert sei. Ob ihre Wohnung denn zu einem Heim für Kriminelle werden solle, will Erich wissen, als es an der Türe schellt. Erich bitte Mary herein, Helga schiebt sie ebensoschnell wieder zur Türe raus - der Gutschein für eine Londonreise, den sie für die Auktion zu spenden beabsichtige, wäre im Reisebüro, sie würde ihn am nächsten Tag vorbeibringen. Erich: "Unsere kleine Wohnung füllt sich mehr und mehr mit, sagen wir mal, wilden Bestien! Erst Onkel Franz, dann dieses kleine Mädchen, und jetzt dieses Subjekt." Helga: "Du hast ja recht. Aber irgendwas ist anders an ihm. Er ist reifer geworden... und verletzlicher. Ich kann ihn nicht wegschicken." Olli folgt dem Dialog gespannt aus dem Schlafzimmer. 21. Szene: Momo meint, Canan müsse das Fahhrad wirklich nicht kaufen, wo sie doch nur wegen Flip gekommen sei. Sie jedoch ist der Ansicht, dass dessen "Störrischkeit" [sie sagt das so?!] wenigstens ein Gutes hätte - sie hätte endlich ein Fahrrad gefunden, das ihr optimal gefiele. Momo bedankt sich für das Kompliment und sagt, dass es so doch nicht weitergehen könne. Er wisse zwar nicht genau, was zwischen den dreien passiert wäre, doch es wäre nicht zu übersehen, dass Flip leide wie ein Hund. Canan gibt zu bedenken, dass er nun mal nicht mit ihr rede, doch Momo antwortet, dass sein Bruder ein Dickschädel wäre, den man zu seinem Glück zwingen müsse. Da scheint Canan etwas Hoffnung zu schöpfen, ein Lächeln huscht über ihr Gesicht. 22. Szene: Im Akropolis. Vasily holt Paolo enerviert zum Telephon - natürlich ist es nicht Urzulina, sondern Pat, was auch Paolo nicht gerade begeistert. Da Urzula in dem Moment das Lokal betritt, legt er sofort auf. Sie ist äusserst kurz angebunden, gibt ihm nur einen Zettel mit einer Telephonnummer für Notfälle, einige weitere Instruktionen und ist schon wieder weg. Das Telephon läutet erneut, Paolo ersucht Pat, nicht mehr anzurufen. 23. Szene: Doc Dagedelen untersucht Olli im Beimer-Schiller'schen Schlafzimmer. Er diagnostiziert eine Prellung und schickt Olli zum Röntgen. Helga ersucht Ahmet, niemandem im Hause von diesem Krankenbesuch zu erzählen, und da dies nicht unbedingt eine alltägliche Bitte ist, sagt sie genau dies dazu und bittet ihn, ihr einen Riesengefallen zu tun und keine weiteren Fragen zu stellen. Die Rechnung solle er direkt an sie schicken. Dagdelen: "Wenn Sie nicht wollen, dass ich hiergewesen bin, Frau Beimer - dann kriege ich auch kein Geld. Oder?" Helga bedankt sich und geht in die Küche, wo Erich und Franz beim Tisch sitzen wie Statler und Waldorf, denen es die Sprache verschlagen hat. 24. Szene: Gabi setzt sich mit einem Teller mit Eiswürfeln zu Andy, der ein paar Zeichnungen durchschaut. Sie sagt, sie käme sich vor, als wäre sie gerade aus einem finsteren Traum aufgewacht. Sie lassen das Ereignis aus dem Café vom Vormittag Revue passieren - "meinste die Armani-Ziege mit dem Sahnehäubchen? Der hab' ich 'n Gefallen getan. Von dem Erlebnis zehrt die noch Jahre." Andy zeigt Gabi das "Phantombild" von "Jesus und dem Skelett", sie entschuldigt sich noch einmal, ihm nicht geglaubt zu haben und lässt einen Eiswürfel in sein Hemd gleiten, den sie gemeinsam zum Schmelzen bringen... 25. Szene: Urzula geht langsam an einer Reihe von Bussen vorbei. Schliesslich bleibt sie vor einem stehen und reicht dem Fahrer ihre Karte. Mit ihm würde sie da nicht hinkommen, meint er, denn das wäre der Terminal C2 und der "Transit zum Airport, Mamutschka." - "Und wo geht der Bus nach Polen ab, Herr Feldwebel?". Urzula erfährt, dass der letzte vor 5 Minuten abgefahren sei, und muss unverrichteter Dinge abziehen. 26. Szene: Paolo verlässt das Akropolis als gerade ein Taxi vorfährt, dem Pat entsteigt, in der Hand eine Schampus-Flasche. Sie küsst ihn, er deutet nach oben - "was, die ganze Lindenstrasse observiert Dir? Wir können fahren nach mein Hotel.". Paolo erklärt zum wiederholten Male, dass er es besser fände, sich nicht mehr zu treffen, doch Pat gibt ihm zu verstehen, dass sie ihm auch eine "sehr schöne, süsse, kleine Zene für Dir" machen könne, so dass Paolo keinen anderen Ausweg sieht, als ihr den Mund zuzuhalten und sie ins Haus zu schieben. Um seine Nerven einer weiteren Zerreissprobe auszusetzen, entgleitet ihr im Treppenhaus die Flasch, doch erstaunlicherweise ist der Aufzug ausnahmsweise zur richtigen Zeit zur Stelle. 27. Szene: Bei der Abendtoilette äussert Erich erneut seine Bedenken in bezug auf Olli - "wer weiss, was er da drinnen treibt? Womöglich durchsucht er gerade die Schränke." Helga wiederholt, dass "dieser Kriminelle" Erichs Enkelkind [was ja nun nicht ganz stimmt...] vor wenigen Stunden das Leben gerettet hätte. Erst die Frage, wo sie denn heute Nacht schlafen sollen, veranlasst Helga, zu Olli zu gehen. Er ist sofort bereit, ins Wohnzimmer zu übersiedeln und fährt erneut die Schmeichel-Schiene: "wissen Sie, was ich für ein Gefühl habe, Frau Beimer? Als... würden Sie mir... Respekt entgegen bringen." Helga verlässt das Zimmer und berichtet Erich von ihrem Teilerfolg. 28. Szene: Paolo und Pat sind inzwischen in der Wohnung angekommen. "Ein schlechtes Gewissen ist wie 1000 Zeugen, Pat. Jede Nacht werde ich neben Urzula wach und bin klatschnass." Pat: "Aber ich sehe kein Urzula. Also wo ist dein Problem?". Paolo: "Mein Kind ist tot, das ist mein Problem." Er drängt sie erneut, schluss zu machen. Sie bittet ihn um einen Grappa, Paolo gibt nach - "aber dann gehst du!" Sie jedoch denkt nicht daran und öffent schon einmal ihr Oberteil bis zum Bauchnabel. "Ouh Pat, Du machst es einem wirklich nicht leicht." 29. Szene: Urzula entsteigt dem Lift, hört Geräusche aus der Wohnung. Vorsichtigt schliesst sie auf. Drinnen hat Paolo alle Hände voll zu tun, Pat abzuwehren. Urzula betritt die Szene: "Na? Fickt es sich gut mit ihr, ja? Warum bin ich so blöd? Warum? ... Das waren also deine Besprechungen mit Alfredo... Besprechungen... Scheisse...das waren Fick-Abende mit dieser [unflätiges Wort einsetzen]... du warst bei ihr, stimmt's? Es stimmt... in der Nacht als Paula starb, warst du bei ihr... hau ab! Los, verschwinde! Raus! Verpiss dich, du Arsch!" Zoom auf den entgeisterten Paolo, Schlussmusik, Abspann. [Else Kling wird im Abspann genannt, kam in der Folge jedoch nicht vor.] |