Folge 698: "In letzter Sekunde"
(18.04.1999)
1. Szene: Wir sehen (von aussen), wie Andy am frühen Morgen mit nacktem Oberkörper ans
Fester tritt, es öffnet, mehrmals tief durchatmet, die Fäuste ballt und... das Fenster
wieder schliesst.
2. Szene: Mittlerweile ist Andy dazu übergangen, über der Liegestütze zu machen. Nach
angeblich 52 Stück (wir sehen davon 6) lässt er's gut sein, steht auf, geht zum Bett,
nimmt die Pistole unter dem Kopfkissen hervor, zieht das Magazin heraus, schiebt es
wieder hinein, probt ein bisschen für's Gericht (US-Actionfilm-Style... Beine weit
auseinander, beide Hände an die Waffe und weeeeeit nach vorne), bis das Telephon klingelt
- offenbar der bestellte Weckruf.
3. Szene: Eva-Maria betritt die WG mit einer Zeitschrift, die sie Flip zeigt und beklagt,
dass sie sich sowas von ihren Patienten unter die Nase halten lassen müsse. Flip
erkundigt sich, weswegen sie solchen Schund auch für das Wartezimmer bestellen würde.
Daraufhin hält sie ihm das Blatt ihrerseits unter die Nase: "Der Fall der selbsternannten
Sterbehelferin Eva-Maria S. wird immer rätselhafter. (...) führt direkt in einen Abgrund
der leidenschaften und Verirrungen." Klausi sieht den beiden zwar interessiert über die
Schulter, enthält sich jedoch jeden Kommentars.
4. Szene: In der Beimerschiller'schen Küche betont Helga zum wiederholten Male, sich Lea
unter Onkel Franz' Fittichen überhaupt nicht vorstellen zu können. Erich kann darüber nur
den Kopf schütteln, wedelt mit der Zeitung - "schau mal, die Russen sind zum Dialog
bereit, DAS ist wichtig." - als es an der Türe läutet. Erich öffnet, bittet Mary herein.
Sie berichtet, sich als Betreuerin für die Kosovo-Hilfe gemeldet zu haben, wo noch viel
Sachen für die Kinder benötigt würden. Erich drückt ihr bereitwillig das erstbeste
Plüschtier in die Hand, das ihr Helga jedoch augenblicklich wieder abnimmt, da Lea das
doch so gerne hat. Stattdessen gibt sie Mary einen gut gefüllten blauen (Müll)sack ("Ich
habe so einiges vorbereitet, warme Decken, und Sachen...") sowie ca. 60 DM in bar. Erich:
"Das ist natürlich noch keine Lösung... mein Gott, wir hängen ja alle von diesem
unberechenbaren Milosevic ab, und wenn der nicht einlenkt, kann Bonn noch so viele schöne
Friedensverträge schmieden und die NATO bombt ewig weiter." Helga, skeptisch: "Du meinst
wenn Milosevic eine Bombe trifft, dann ist Frieden?"
5. Szene: Helgas familiäre Bedenken hatten offenkundig einen konkreten Anlass, da Onkel
Franz Lea im Buggy durch die Kastanienstrasse schiebt. Im selben Moment kommt Olaf in
Arbeitskleidung (Schürze) aus seinem Laden, was Franz mit Wohlgefallen zur Kenntnis nimmt
("Das sehen wir gern! Handwerk hat goldenen Boden!"). Olaf entgegnet aber, dass der Boden
doch nicht so golden wäre, was Onkel Franz wiederum zu der Bemerkung veranlasst, dass
Hacken doch immer abgelaufen würden. "Net wenn's alle Gummstiefl tragn" meint Olaf, und
deutet dabei auf Lea "- wenn's wenigstens an ordentlichen Schnürschuh hätt'!" Franz
erkundigt, ob Olaf denn sowas anfertigen würde - worauf der erklärt, dass der Herr
Wittich das "sowieso net derzahln" könne [jaja, so macht man Geschäfte!], da wären
nämlich der Pole und der Koreaner mit ihrem Lohndumping davor. "Aussadem miassten d'
Kinder 's Schuahbandlbindn lernen, und dazua sans heitzutag sowieso z'faul."
6. Szene: Gabi, Valle, Timo, Iffi und Hans lauschen in der Zenker'schen Küche den
Radionachrichten, in denen über den Prozess berichtet wird. Hans stellt die Frage in den
Raum, wie Andy es denn schaffen will, die Waffe überhaupt durch die Kontrollen zu
bringen, wo die Detektoren doch auf jede Öse im Schuh reagieren. Valles fragt, ob sie
denn noch auf Anna warten, doch Hans richtet aus, dass sie definitiv nicht kommen würde,
da sie sich nicht wohl fühlt. Gabi berichtet, dass Oma Rosi auch unbedingt mitgehen
wollte, dass sie aber besser noch ein paar Tage im Bett bleibt, da Paulas Tod sie, wie
Iffi ergänzt, echt zerbröselt hat. Jedenfalls kommen die Anwesenden dann überein, Andy am
besten direkt vor dem Gerichtssaal abzufangen.
7. Szene: Der verlässt inzwischen sein Hotelzimmer, bezahlt an der Rezeption und bittet
den farbigen Rezeptionisten ("Alles in Ordnung, schwarzer Mann?") um einen Gefallen. Er
sagt, er hätte ein Menge Stress, und falls er nicht mehr dazu käme, seinen Koffer
abzuholen, solle er ihn einfach mit dem Taxi in die Lindenstrasse 3 zu Frau Gabi Zenker
schicken. Er drückt ihm einen weiteren Schein in die Hand, verabschiedet sich und geht.
Als Andy zur Türe draussen ist, überlegt der Hotelangestellt, woher ihm der Name Zenker
bekannt vorkommt und erinnert sich, dass da neulich ein Anruf war...
8. Szene: In der WG. Klausi hat nun offenbar auch den ominösen Zeitungsartikel
(Schlagzeile: "Eva S. - der Münchener Todesengel in Weiß. Wurde sie aus Männerhass zu
Mörderin?") gelesen und verkündet, dass ihm nun endgültig schlecht wäre. Flip fragt, ob
nicht sie mit den "Pressefuzzis" reden sollten, doch Klausi sieht darin wenig Sinn - "du
hast doch selbst gesagt für die ist das nur ein Job." Nicht Evas Gewissenfragen würden
die Journalisten interessieren sondern die Story - nicht einmal Flip hätten sie dabei
ausgelassen: "Philip S., Wehrdienstverweigerer und Bruder des Strichers. Was weiss er
über die Motive seiner Mutter? Ist er in die Sexgeschichten seines Vaters verwickelt?"
Flip klagt, dass dies doch keine Bagatelle wäre - nicht für ihn, meint Klausi, wohl aber
für die Leser, für die es der reine Thrill wäre.
9. Szene: Hansemann betankt sein Auto mit dem Kanister und beruhigt die anderen, dass sie
es schon noch rechtzeitig schaffen würden. Gabi reagiert jedoch ziemlich gereizt und
weist Valle unsanft zurück als diese meint, dass Andy doch erst recht aufmerksam würdem
wenn sie zu früh auftauchten.
10. Szene: Pia betritt den Schuhladen und begrüsst Olaf mit einem Kuss auf die Backe.
"Schau mal, was ich aufgestöbert hab'" verkündet sie freudig, und zieht einen
kettenverzierten LederBH aus der Tasche. "Jetzt schauste, was? Das macht Gänsehaut..."
Olaf wirkt nicht sehr begeistert - schon gar nicht als Pia ihm den Vorschlag
unterbreitet, "sowas" hier auf seinem Amboss zurechtzuzimmern. Das wäre nämlich gar kein
Amboss sondern ein Leisten, und ausserdem käme gerade Kundschaft - er schiebt Pia ins
Hinterzimmer, und tatsächlich betritt eine Kundin den Laden um ihre Schuhe abzuholen. Pia
beobachtet die Szene mit wenig Begeisterung aus dem Hintergrund - "so haben wir nicht
gewettet".
11. Szene: Das Andy-Verhinderungskommando ist mittlerweile unterwegs, als plötzlich ein
Knall zu hören ist. Der wegen schlenkert hin und her als hätte Hansemann zumindest
einskommavier Promülle intus, ehe er ihn doch zum Stillstand bringt. Alle 5 raus aus dem
Auto - und siehe da, der linke Vorderreifen ist platt. Hans will den Reservereifen aus
dem Kofferraum holen - und muss feststellen, dass auch mit dem nichts anzufangen ist.
12. Szene: Andy geht unterdessen langsam auf das Gericht zu. Er blickt sich dabei
mehrmals um, so dass garantiert niemand auf die Idee kommt, er könne etwas Unrechtes im
Schilde führen. An der zuletzt begutachteten Leiter lehnt praktischerweise eine im Moment
unbeaufsichtigte Leiter, die sich Andy kurzerhand und völlig unauffällig greift um die
Waffe auf dem Fensterbrett zu deponieren. [bleibt die Frage, wie er das Fensterbrett -
immerhin in ca. 4m Höhe - erreicht hätte, wenn die Leiter gerade in Gebrauch bzw. nicht
vorhanden gewesen wäre...].
13. Szene: Die Verfolger resignieren inzwischen was den Reifen betrifft und stellen fest,
dass der Fussweg zum Gericht rund 2km ausmachen würde. Iffi drängt zum Abmarsch, was
Valle jedoch unter Verweis auf ihren Bauch ablehnt. Timo erblickt einen Maler, der gerade
Arbeitsmaterial in seinen Kombi lädt und fragt, ob er zufälligerweise zum Gericht oder
daran vorbei fahren würde und sie mitnehmen könne. Der überraschte Mann meint, er würde
tatsächlich am Landgericht vorbeifahren, könne jedoch maximal 2 Leute mitnehmen. Valle
und Gabi steigen ein, die anderen machen sich im Laufschritt auf den Weg. Hans äussert
noch Bedenken hinsichtlich seines Autos, doch Gabi meint im Einsteigen, es würde halt im
schlimmsten Falle abgeschleppt werden.
14. Szene: Andy betritt das Gericht, hält dem Beamten seinen Ausweis unter die Nase -
keine Reaktion [hm. der Magdeburger Oberbürgermeister wird also sofort erkannt, Andy
Zenker jedoch, der in Farbe und mit allem drum und dran in der Zeitung war, ruft jedoch
keinerlei Reaktion hervor, wenn er den Prozess gegen den Mörder seines Sohns besucht??].
Andy durchschreitet jedenfalls die Kontrolle, er trägt anscheinend Schuhe ohne Ösen, es
piepst zumindest nichts.
15. Szene: Gabi und Valle werden vor dem Gericht abgesetzt.
16. Szene: Timo und Iffi rennen wie Lola, Hans kämpft schon merklich.
17. Szene: Andy hat die Toilette erreicht, nimmt die Pistole an sich.
18. Szene: Timo, Iffi und Hans rennen noch immer, Hans schnauft und hustet.
19. Szene: Andy verlässt die Toilette.
20. Szene: Gabi und Valle warten ungeduldig und wollen gerade hineingehen, als die
anderen endlich ankommen.
21. Szene: Andy geht stur den Gang entlang.
22. Szene: Seine Verfolger haben die Kontrolle hinter sich gelassen. Hans beklagt sich
über sein Seitenstechen.
23. Szene: Andy geht weiterhin den Gang entlang, bis zu einer Treppe. Als er diese
betritt, steht ihm plötzlich seine Familie gegenüber. Sie sind hocherfreut ihn zu sehen,
e starrt nur vor sich hin und warnt sie, bloss nicht zu versuchen, ihn aufzuhalten - und
läuft nicht etwa in die andere Richtung, sondern geht geradeweg auf sie zu. Iffi sagt,
sie wären hier weil sie ihn brauchen, er möge bitte keine Dummheiten machen. Andy sagt
gar nichts mehr, Iffi und Gabi stützen den gebrochenen Mann und führen ihn treppab.
24. Szene: Pia will von Olaf wissen, ob er sie denn jedes Mal ins Kabuff sperren wolle,
wenn Kundschaft kommt [kann ja nicht so oft sein... ;-)] - er gibt keine Antwort sondern
ersucht sie nur, ihre Zigarette auszumachen: "des is schlecht für die Haut und gibt
Runzeln." Um den Laden aufzureissen wäre sie ihm gut genug gewesen, meint die
aufgebrachte Pia, doch vor den Leuten würde er sich mit ihr schämen. Sie hätte einen
Plan, und den solle er sich gefälligst auch anhören. Olaf reagiert lediglich indem er
wieder auf nahende Kundschaft hinweist. Pie erklärt lautstarl, sie wäre weder blöd noch
ein Meerschweinchen, dass er in den Käfig sperren könne, wenn es ihm gerade passt, und
verlässt den Laden (den zeitgleich tatsächlich schon wieder ein Kunde betritt).
25. Szene: Im Gericht ist inzwischen kollektives Erleichtert-In-Tränen-Ausbrechen
angesagt, als sie das Gebäude verlassen, deutet Timo auf ein vorbeifahrendes Fahrzeug.
"Jetzt kuckt mal, was da kommt!" feixt er - und siehe da, es handelt sich um Hansemanns
Karrosse.
26. Szene: Im Café Bayer. An der Theke betrinkt sich Pia, am Tisch rechts neben der Tür
sitzt Eva-Maria, an dem daneben Herr Backhaus. Ein Mann im Trenchcoat betritt das Lokal,
er setzt sich zu Eva. Es handelt sich dabei um Dr. Gerron, ihren Anwalt. Sie fragt, ob
man denn nichts gegen die "Kampagne" unternehmen könne, doch er rät ihr davon ab, eine
weitere Front zu eröffnen. Die Staatsanwaltschaft hätte das Ermittlungsverfahren eröffnet
und würde wohl auch Anklage erheben. Eva gibt erneut zu Protokoll, dass sie die
Verabreichung der Überdosis nie bestritten habe, und dass es sich um eine
Gewissensentscheidung gehandelt hätte, zu der sie nachwievor stünde. Der Anwalt meint,
sie könne froh sein, dass die Gesetzeslage gerade wieder in Bewegung geraten wäre, doch
der Chefarzt wäre eine Art Apparatemediziner und auch sonst hätte sie an ihrer ehemaligen
Arbeitsstelle nicht nur Freunde. Als sich eine Diskussion über aktive Sterbehilfe
abzuzeichnen beginnt steht Backhaus auf und muntert Eva auf, sich nicht beirren zu lassen
- er würde überlegen (!) eine Leserbrief zu verfassen, die Gesetzeslage müsse sich
einfach ändern.
27. Szene: Im Akropolis. Mary zeigt Vasily eine Spendendose, die sie gebastelt hat sowie
die Plakate, die ihr John zum Verteilen mitgegeben hatte. Pia betritt das Lokal. fragt ob
man hier noch rauchen dürfe, und bestellt ein Glas Rotwein. Vasily bedient sie nicht
gerade mit heitere Miene, was sie zu der Frage veranlasst, was er denn "überhaupt für'n
Gesicht" machen würde. Er meint, dass die Sache mit dem Laden nebenan wohl link gewesen
wäre - hätte er gewusst, dass sie ihm da Olaf Kling hineinsetzen würde, er hätte ihn ihr
nie gegeben. Pia: "Woher soll ich denn auch wissen, dass ihr euch zofft?" Vasily:
"'Zofft' ist wohl untertrieben!" Pia: "Nichts ist endgültig auf Gottes schöner Welt...
hat meine Oma immer gesacht. Alles kann man ändern, auch Verträge... hab' ich recht?"
28. Szene: Andy sitz angezogen auf dem Bett und starrt vor sich hin. Gabi bringt ihm was
zu Essen - sie meint, die Wärme würde ihm guttun, um im selben Atemzug festzustellen,
dass sie schon wie ihre Mutter redet. Die grosse Erleichterung über Andys Heimkehr ist
ihr überdeutlich anzumerken. Andy meint, dass er noch gar nicht da wäre - sie stimmt ihm
zu, er wäre auch weit, weit weg gewesen. Andy: "Ich hab doch nur noch Gespenster gesehen.
2 Wochen lang mit mir selbst geredet. Und dann steht ihr alle da. Das hat mich umgehauen.
Wie ihr da auf der Treppe alle vor mir gestanden seid [beginnt wieder zu weinen] ...meine
Familie [fällt ihr um den Hals]...trotzdem.. ich weiss nicht, ob ich eure Hilfe wirklich
wollte."
29. Szene: Flip hängt in seinem Zimmer eines von Mary Plakaten auf. Die Zeitschrift von
vorhin ist inzwischen bei Momo gelandet - "5-Marks-Stricher im Karibiklook... was wollen
die von mir?" Flip versucht in zu beruhigen, dass "die" von ihm persönlich überhaupt
nichts wollen würden sondern nur an der Story interessiert wären, und Momo wäre eben Teil
der Story. "Das sagst du so cool? Die wühlen in meinem Leben rum." Flip weist darauf hin,
dass es ihm ja auch nicht anderes gehen würde und dass es auch Schlimmeres gebe. Er zeigt
auf das eben aufgehängte Plakat ("No Life For Oil") - "da geht's um Folter und Gefängnis
und nicht bloss um 'ne windige Story."
30. Szene: Iffi betritt die Zenker'sche Wohnung und findet Gabi und Andy auf dem Bett vor
[angezogen, Leute, angezogen! ;-)]. Sie berichtet vom Prozess: "der Typ auf der
Anklagebank ist ein totaler Normalo... mit seinem Zweireiher und geblümter Krawatte...
ich hab' ihn die ganze Zeit angeglotzt und geglaubt ich check's nicht. Er spielt
Mandoline. Mandoline! In einem Freizeitorchester, das müsst ihr euch mal vorstellen! Der
Prozess wird nur 3, 4 Tage dauern. Er gibt alles zu. Am meisten geflippt hat mich seine
Frau. Die hat vor dem Richter über ihren Mann geredet, als ob er der liebste Mensch auf
der Welt ist. Sie bügelt seine Taschentücher, cool. Sie hat sogar ihr Kind dabei gehabt,
ein Junge mit Schuppenflechte auf dem Arm. So alt wie Max. Sass mit offenem Mund da und
hat nichts kapiert. Nichts..."
31. Szene: Pias Laune scheint sich schlagartig gebessert zu haben, jedenfalls sitzt sie
an Olaf geschmiegt auf dessen Sofa... sie spricht ihn noch einmal auf die Ledersachen an,
die jetzt total in wären. Er jedoch ist vom Ledergeschäft noch immer nicht recht
überzeugt und will wissen, warum sie da so vehement hineindrängen wolle. "Weil's Leben
Falten macht. (...) Und weil die Konkurrenz inzwischen 17 ist... und aus Polen kommt..
und auf Liebe und Verständnis macht... und ohne Gummi... und alles zusammen für'n Hunni.
So sieht's aus mein Pascha." - der wird selbiger Rolle auch gleich gerecht und verweist
eher auf Jogging und Aerobic. Else betritt das Wohnzimmer und ist begeistert ob des
vermeintlichen jungen Glücks... aber mager sei der Olaf geworden, weshalb sie gleich
wieder in die Küche verschwindet, um was zu Essen zu machen.
32. Szene: Iffi erzählt Gabi in der Küche, dass sie immer an den kleinen Jungen mit der
Schuppenflechte denken müsse. Sie äussert die Frage, was gewesen wäre, wenn Andy wirklich
geschossen hätte und versichert, die Waffe gut in der Wohnung versteckt zu haben. Andy
tritt dazu und gibt sein brav leergegessenen Teller ab. Iffi unterbreitet ihm das
Angebot, ein paar Tage bei ihr und Niko in Rostock zu verbringen um sich an der See zu
erholen. Andy ist gerührt darüber, wie alle zu ihm halten. "Aber eigentlich brauche ich
keine Erholung... ich.. ich brauche... was brauch ich eigentlich? Scheisse... eigentlich
nur mein Taxi... und euch!". Umarmung.
33. Szene: Eva kehrt in die WG zurück und berichtet ihren Söhnen vom Gespräch mit dem
Anwalt, der Hilflosigkeit gegenüber der Presse und der Tatsache, dass sie die
Praxisvertretung nun definitiv los sei, wobei ihr der Arzt anständigerweise zumindest die
Wohnung lassen würde, sogar länger als geplant.
34. Szene: Else ist mittlerweile auf dem Sofa eingeschlafen, ihr Sohn dagegen anscheinend
erst so richtig aufgewacht. Er beginnt, Pia übermütig zu betatschen, die darüber jedoch
gar nicht erbaut ist - "du meinst mich als Nutte kannst Du bespringen wann's dir passt.
Aber dass ich auch'n ganz normaler Mensch bin und ganz normale Wünsche und Sehnsüchte
hab... ist dir noch nie aufgefallen ist... nee, natürlich nicht... aber ich sag's dir,
ich lass mich von dir nicht aus dem Laden drängen... das mit der Lederunterwäsche wird 'n
Riesenrenner - und notfalls mach ich's auch allein. [Olaf schaut recht ungläubig] Jetzt
kriegste 'ne Gänsehaut, was? Du sperrst mich nicht nochmal ins Nebenzimmer... und wenn
dir das nicht passt... dann kann ich dir sogar kündigen... oder, was noch besser ist, den
Vertrag überschreiben... an den netten Griechen von nebenan zum Beispiel... wär das nix?"
Zoom auf Pia, Schlussmusik, Abspann [in dem übrigens sowohl Urzula als auch Maja
vorkommen, die in der Folge beide definitiv nicht zu sehen waren!].
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