Folge 694: "Erlösung"
(21.03.1999)
1. Szene: Das Piepsen des Weckers veranlasst Andy nur dazu, den Kopf unter dem Kissen zu
verstecken... Gabi wird unterdessen durch das Telephon vom Frühstücken abgehalten. Andy
erklärt zunächst, für niemanden zu sprechen zu sein, als sie jedoch den Namen des
Anrufers nennt, überlegt er es sich doch anders. Erst als er sich unbeobachtet fühlt,
spricht Andy mit gesenkter Stimme mit dem Unbekannten - er vereinbart ein Treffen für
zehn Uhr, ehe er den Hörer mit gequält-irrem Lächeln sinken lässt. Gabi hat in der Küche
natürlich rein zuuuufällig mitgehört - als sie Andy fragt, wer denn da angerufen habe,
verschwindet er wortlos im Badezimmer und knallt ihr die Türe vor der Nase zu.
2. Szene: Klausi, wie immer ausgeschlafen und blendender Laune [;-)] öffnet seiner
Mutter, mit Lea auf dem Arm, die Türe - sie muss aufgrund irgendeines Termins mit
irgendeiner irischen Firma ("Nicht einmal das konnte Erich vor Ort erledigen!") dringend
zum Friseur und ist daher mal wieder auf der Suche nach jemandem, der sich "nur dieses
eine Mal..." auf Lea aufpasst. Klausis Versuch eines Einwandes ("...aber kann nicht Onkel
Franz...") wird wie gewohnt mit einer kurzen Handbewegung beiseite gewischt, und ehe er
es sich versieht, sitzt die Nichte bereits auf Klausis Arm. Er wagt dann noch über eine
Bemerkung über Maja ("Vielleicht hättest du sie doch bei Maja im Gefängnis lassen sollen,
wenn du deine Termine nicht auf die Reihe kriegst."), woraufhin ihm Helga zu verstehen
gibt, daß sie über Maja letzliches Einlenken sehr froh ist. Als Oma Beimer auf dem Sprung
ist, schellt es erneut an der Tuere - Eva-Maria rein, Helga raus (Klausi: "Ist heute
Muttertag?"). Sie erkundigt sich nach dem Befinden ihres Sohnes Philip, der laut Klausi
nun zumindest nicht mehr kotzt, und lässt eine Packung Johanniskrauttee für ihn da -
"...wirkt positiv auf's Gemüt. Würde manch einem anderen auch gut tun. Lafontaine zum
Beispiel." Klausi: "Tja, der wollte halt auch mal Medienstar werden - aber
Kaschmir-Schröder hat ihm die Show gestohlen."
3. Szene: Paolo betritt den Salon und überbringt Isolde schlechte Nachrichten. Urzula hat
angerufen - da Wanda auch noch krank geworden ist, kann sie nicht weg aus Polen, muss sie
sich nun doch um Mutter und Grossmutter kümmern. Isolde meint, Paolo möge sich keine
Sorgen machen, seine alte Chefin würde den Laden schon schmeissen. Paolo gibt daraufhin
zu, sich manchmal die alten Casarotti-Zeiten zurückzuwünschen - "Elena ist wie der Ätna:
spuckt Feuer und rumpelt den ganzen Tag. (...) Und Vasily schweigt nur und denkt den
ganzen Tag an Mary. Ist ja furchtbar." Helga betritt den Salon.
4. Szene: Der Ortstermin. Andy fährt in einem Taxi auf dem ehemaligen Fabriksgelände vor,
steigt aus dem Wagen. Den Blick stur geradeaus nähert er sich dem Ort des Geschehens, ehe
er von dem Reporter gestoppt wird, der ihn im Gegenzug für ein Interview über den
Ortstermin informiert hat. Er bleibt eine Weile stehen, antwortet jedoch nich auf die
Fragen des Interviewers, marschiert schliesslich weiter, bis er erneut aufgehalten wird,
diesmal von einem Polizisten. Der Reporter erklärt dem Mann in Grün, dass es sich um den
Vater des Opfers handelt - der Polizist fragt ziemlich fassunglos, warum sich Andy das
denn antäte. Andy will weiter, wird jedoch zurückgehalten, der Täter wird vorbeigeführt.
Die beiden schauen einander in die Augen, der Mörder wendet seinen Blick beschämt zu
Boden, blickt jedoch nach ein paar Metern noch einmal zurück. Andy starrt ins Leere.
5. Szene: Isolde massiert dem Doktor mit Wonne die Kopfhaut und betont, wie sehr sie sich
freue, wieder im Salon zu arbeiten - "bei ganz speziellen Kunden übernehme ich sogar das
Haarewaschen. Sie haaaaben aber auch schönes kräftiges Haar!". Fausto betritt den Laden,
worüber sich Isolde wenig erfreut zeigt. Er fordert ein Gespräch unter 4 Augen, sie
verweist auf die Kundschaft, um die sie sich zu kümmern habe.
6. Szene: Andy stattet seinen (ehemaligen) Kollegen am Taxistand einen Besuch ab und
erkundigt sich nach "dem Willi", rückt jedoch nicht mit der Sprache heraus, warum. Einer
der Kollegen mutmasst, Andy würde sich von ihm einen neuen Führerschein besorgen lassen
wollen - "der Willi tat des ja fertigbringen, der Hund. Der Willi kann ja alles
besorgen". Da Willi just in diesem Moment am Standplatz eintrifft, eilt Andy ihm zu und
kann die Antwort noch einmal schuldig bleiben.
7. Szene: Dagdelen verlässt den Salon, Isolde schmachtet ihm einen Augenblick nach, bis
Fausto hinter dem Regal hervortritt und seiner Enttäuschung Ausdruck verleiht: "Haare
waschen? Ist es etwa das, was sie wollen?" Er will sie überreden, das alte Casarotti
wieder auferstehen zu lassen, sie wirkt nicht gerade überzeugt, will ihn jedoch um 18:00
Uhr im Akropolis über ihre Entscheidung in Kenntnis setzen.
8. Szene: Andy und Willi schlendern die Strasse entlang. Willi erklärt, dass Ding auf
alle Fälle besorgen zu können, wenn's sein muss auch am selben Tag. Er äussert jedoch
Bedenken was die Finanzierung betrifft - mit 1.500,- müsse Andy schon rechnen. Andy sieht
darin kein Problem, er würde es sich eben leihen. Da Willi skeptisch reagiert, geht Andy
ins Detail - "...das leih ich mir von Max. Er braucht's da oben ja nicht mehr. (...) Gabi
wird mich umbringen, wenn sie davon erfährt." Die beiden vereinbaren ein abendliches
Treffen.
9. Szene: Frühstück in der WG. Flip und Klausi sind in ein Gespräch über Fortpflanzung
und Nachwuchs vertieft (Klausi: "Mir kommt so schnell kein Kind ins Haus", Flip: "Da
wehrst du dich aber gegen deine biologische Bestimmung, mein Lieber. Was meinst Du
eigentlich, warum du dich ständig mit irgendwelchen Frauen verabredest?", Klausi: "Das
ist ja wohl Mumpitz, das mache ich doch für den Spass und nicht für die Fortpflanzung."),
als es wiederum an der Türe läutet. Flip öffnet und sieht sich einem elegant gekleideten
Herren um die 50 (?) gegenüber, der sich als Ade vorstellt und nach Frau Dr. Eva Sperling
fragt. Er erklärt, dass er sie treffen möchte, da sie seinen Vater auf dessen letztem Weg
begleitet hat - und nun würde er eben gerne den Menschen kennenlernen, der ihn in seinen
letzten Tagen begleitet hat. Flip rückt die Telephonnummer heraus, der Fremde bedankt
sich ("Ich bedanke mich... sehr. Ich bedanke mich... herzlichst.") und lässt einen
ziemlich verdutzten Flip zurück.
10. Szene: Im Casarotti. Fausto nimmt an einem der Tische Platz, bestellt einen
Cappuccino und die Karte, die er gewohnt abschätzig kommentiert ("Pizza, Pasta, Pasta,
Pizza - vaffan coulo") [hmmm, letzteres ist möglicherweise völlig falsch geschrieben,
sorry...].
11. Szene: Wieder in der WG-Küche. Eva erzählt von Ades Vater - ein feiner Mensch dem
eine grosse Brauerei gehörte. Flip: "Ach, ist das... ist das dieser Mann, den, den
du...", Eva: "Nicht 'den ich...' - er hat mich darum gebeten und ich habe ihm geholfen.
Es war sein eigener Wille." Woraufhin Flip seiner Mutter viel Spass für das Treffen am
Abend wünscht...
12. Szene: Eine schmale Gasse im Rotlichtviertel. Andy lehnt an einer Wand, bis Willi
verbeikommt. Sie gehen zu dessen Taxi, setzen sich hinein. Andy gibt dem Kollegen einen
Umschlag, erhält im Gegenzug eine Plastikschatulle, der er eine Handfeuerwaffe entnimmt
[Details ggf. bitte auf der Offiziellen erfragen, dort gibt's Leute, die sich mit sowas
auskennen.]. Willi weist daraufhin, dass er das Ding nie gesehen hätte, Andy steigt
wieder aus und geht.
13. Szene: Im Akropolis. Fausto und Paolo unterhalten sich auf Italienisch (ohne
Untertitel), ehe Isolde eintrifft. Nachdem sie Fausto ein wenig auf die Folter gespannt
hat, stellt sie ihm schließlich in Aussicht, es noch einmal mit ihm zu versuchen - unter
gewissen, nicht näher geäusserten Voraussetzungen - sobald Urzula wieder zurück ist.
14. Szene: Andy steht vor der eigenen Wohnungstüre und zögert, einzutreten. Er nimmt den
Pistolenkoffer aus der Innentasche seiner Jacke, schiebt ihn schliesslich in den
Hosenbund. Er tritt ein - und wird von Gung empfangen, der ihn gleich in die Küche führt,
wo Gabi mit den Urzulapaolokindern Karten spielt. Er will zwar flüchten, wird jedoch von
Marcella (oder Giovanna?) auf einen Sessel gedrückt und hat so nicht einmal die
Möglichkeit, die Waffe aus dem Hosenbund zu entfernen.
15. Szene: Wiederum im Akropolis. Fausto schmiedet grosse Pläne: "Ich werde Carpacci
zaubern, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat - so zart und dünn wie ein
Jungfernhäutchen." Isolde versucht ihn einzubremsen und klarzustellen, dass die Küche
voll und ganz sein Reich wäre, die Geschäftsführung aber einzig und allein ihre Sache.
Fausto: "...im Grunde ähneln wir uns sehr. Wir sind Persönlichkeiten, Caesaren der
Gastronomie.", Isolde: "Sie haben mich eher an Brutus erinnert.", Fausto: "Diesmal falle
ich ihnen nicht in den Rücken. Gemeinsam sind wir am stärksten. Nicht Caesar und
Brutus... sondern Romulus und Remus! Unser neues Restaurant wird die Metropole eines
Imperiums. Wir werden die Konkurrenz zerschmettern. Schauen Sie sich dieses Akropolis an
- meinen Sie, die könnten sich mit uns messen?"
16. Szene: Das übliche griechische Schreiduell mit Untertiteln in der Küche des
Akropolis. Der Gyrosdrachen will wissen, wann und wo Mary denn arbeiten würde, Vasily
meint, sie müsse doch ihre Reise vorbereiten, Elena will, dass Vasily ihr die Reise
verbietet, Vasily fragt wer denn nun der Herr im Hause sei, seine Mutter meint, er könne
das unmöglich sein, so wie er sich and er Nase herumführen liesse.
17. Szene: Herr Ade und Eva-Maria treffen in irgendeinem Nobelschuppen ein. Sie sprechen
über das Hospital, in dem Eva gearbeitet hat - Ade meint, die Schwestern hätten ihm nur
Gutes über sie erzählt; Eva lobt die Zusammenarbeit und gibt zu, der Zeit dort manchmal
hinterherzutrauern. Auf die naheliegende Frage, warum sie dann dort weggegangen wäre,
gibt sie den Wunsch nach Veränderung zur Antwort.
18. Szene: Das Kartenspiel ist beendet, Andy kann sich endlich der Waffe entledigen. Er
schiebt sie unter Maxls Bett - Gabi betritt das Zimmer, glaubt er jedoch, er würde sich
wieder mit dem Album beschäftigen. Andy, milde lächelnd: "Du hast recht, Gabi. Zeitungen
ausschneiden, Schnipsel sortieren - das bringt nichts. Das hat mir der heutige Tag
gezeigt."
19. Szene: Erneut im Akropolis - Harry an der Theke, im Hintergrund Paolo und Vasily, die
erneut über Mary, Freiräume und Vetrauen sprechen. Paolo: "Ich weiss es auch nicht.
Vetrauen ist wichtig, aber manchmal ist man auch schwach. Wir sind alle nur Menschen.".
Harry: "Der Geist will ficken, aber das Fleisch macht schlapp, höhöhöhö.". Paolos
anscheinend unzertrennlich Töchter betreten das Lokal und geben ihm lautstark zu
verstehen, dass sie keine Lust mehr haben, auf Paula aufzupassen. Elena keift hinter der
Theke hervor, weil Paolo schon wieder redet anstatt zu bedienen.
20. Szene: Wieder bei Ade und Eva. Er bedauert es, dass er sich nicht von seinem Vater
verabschieden konnte und daher so viel unausgesprochen geblieben sei - daher ersucht er
Eva, ihm alles über die letzten Tage seines Vaters zu erzählen.
21. Szene: Im Akropolis ist inzwischen Pat aufgelaufen - sie begrüsst Harry und erklärt,
mal wieder nach ihrem "schönes Italiener" schauen zu wollen, den sie dann mit einem Kuss
auf die Wange begrüsst. Elena beobachtet die Szene argwöhnisch aus der Durchreiche und
erinnert Paolo daran, dass die Gäste warmes Essen wollen, weshalb Paolo Pat rasch
zusichert, am Abend bei ihr vorbeizukommen. [wo wohnt Pat jetzt eigentlich?]
22. Szene: Noch einmal bei Tisch im Nobellokal. Ade fragt, ob sein Vater tatsächlich so
gelitten hätte. Eva bestätigt dies, und erzählt, dass er sie gebeten hätte, ihn zu
erlösen. Ade: "Von den Schmerzen, meinen Sie?", Eva: "Ja... von den Schmerzen... von dem
ganzen Leid... (...) sehen Sie, es bestand keine Hoffnung mehr auf Heilung. Ihr Vater
wusste das. Er hat mich angefleht, ein Ende zu machen." Ade versteht und ist fassunglos -
"Der Mensch ist nicht Herr über Leben und Tod. Diese Entscheidung liegt bei einer anderen
Instanz." Er ist ausser sich, steht auf, beschuldigt sie des Mordes und droht, diese Tat
nicht ungesühnt zu lassen, er werde sie vor Gericht bringen. Zoom auf die entsetzte
Eva-Maria, Schlussmusik, Abspann.
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